Landschulheim Pelzerhaken 1956-2006

 

Jugenderholungslager und Landschulheim Pelzerhaken des Landkreises Münden - Mündens Perle an der Ostsee


Landschulheim Pelzerhaken des Landkreises Münden an der Ostsee
Alte Ansichtskarte

 




Deckblatt des Reisetagebuchs der Klasse 7 aus Hermannshagen 1958
Foto: Dankward Heinrich

 


 

Ursprünge vor dem 2. Weltkrieg

  
Bis zum Kriegsende 1945 nutzte die Deutsche Wehrmacht den Standort als Testgelände für kleine U-Boote. Im Mai 1956 entstand aus dem ehemaligen Militärstandort an der Ostsee das Jugenderholungslager und Landschulheim des Kreises Münden.


Die Blütezeit 1956 bis 1970er Jahre



Ansicht von Pelzerhaken in den frühen 1950er Jahren
Quelle: HNA, 13.10.2006


Ansicht des Zeltlagers um 1957
Alte Ansichtskarte

 



Prospekt über das Landschulheim Pelzerhaken (Vorderseite), 1950er Jahre
Repro: Dankward Heinrich

 



Prospekt über das Landschulheim Pelzerhaken (Vorderseite), 1950er Jahre
Repro: Dankward Heinrich



Landschulheim Pelzerhaken 1957
Quelle: Dankward Heinrich




Landschulheim Pelzerhaken 1958 Strandkörbe und Sandburgen




Reisetagebuch der 7. Klasse 1958 (Auszug)
Fotos: Dankward Heinrich








Reisetagebuch der 7. Klasse 1958 (Auszug)



Reisetagebuch der 7. Klasse 1958 (Auszug)





Reisetagebuch der 7. Klasse 1958 (Auszug)



Notiz der Lehrerin Helga Bangert zur Fahrt auf den Ludwigstein
 als Vorübung für Pelzerhaken am 25.1.1958



Landschulheim des Landkreises Münden in Pelzerhaken an der Ostsee in den 1960er Jahren


Landschulheim Pelzerhaken Strandweg in den 1960er Jahren


Schullandheim Pelzerhaken und der Strand in den 1960er Jahren Terrasse



Landschulheim Pelzerhaken Strand in den 1960er Jahren



Landschulheim Pelzerhaken Badespaß in den 1960er Jahren



Landschulheim Pelzerhaken Planschen in den 1960er Jahren 


Quelle: HNA, 13.10.2006




Die Verwaltungs- und Gebietsreform 1972/73 - Auflösung des Landkreises Münden - Der Anfang vom Ende



Quelle: HNA, 13.10.2006



Quelle: HNA, 19.4.2011



Quelle: HNA, 19.4.2011


2014 - Erst Verwahrlosung, dann Zerstörung von Mündens Perle an der Ostsee unter dem Landkreis Göttingen



Platz für Ferienapartments

Altes Göttinger Landschulheim wird abgerissen

Von Ulrich Schubert |  
Generationen von Vereinssportlern und Schülern aus der Region Göttingen haben hier ihren ersten Urlaub verbracht, zum ersten Mal geküsst und unbeschwerte Tage an der See erlebt. Jetzt sind von dem einstigen Landschulheim in Pelzerhaken bei Neustadt fast nur noch Trümmer übrig. Die 55 Jahre alte Anlage wird zurzeit abgerissen.
Pelzerhaken. Der Landkreis hat die einst beliebte Herberge 2006 geschlossen und im vergangenen Jahr nach langer Auseinandersetzung und gescheiterten Anläufen an einen Investor verkauft.
Auf dem Gelände mit Meerblick  will die Otto Wulff Projektentwicklung GmbH aus Hamburg Ferienapartments bauen. Es dürfte nur wenig Göttinger, Duderstädter, Mündener und andere Südniedersachsen geben, die in den Jahren nach 1960 aufgewachsen sind und keine Geschichte über Pelzerhaken erzählen können.
Irgendwann sind sie alle mindestens einmal mit ihrer Schulklasse, mit der Feuerwehr oder mit dem Sportverein an die Ostsee gereist und haben in dem mehrteiligen Wohnheim das früher so typische Leben in einer Jugendherberge kennengelernt. Irgendwann aber gab es einen großen Sanierungsstau in der alten Villa, im Wohnhaus und in den angrenzenden Sozialbereichen.
Geschlafen wurde in Zelten
Auch die Betriebskosten stiegen, und der Landkreis Göttingen konnte das Objekt nicht mehr halten (Tageblatt berichtete). Ein neu gegründeter Förderverein versuchte noch, das Landschulheim zu retten – vergeblich.
Nach ständig neuen Auseinandersetzungen im Göttinger Kreistag und immer wieder gescheiterten Verkaufsverhandlungen verkaufte der Landkreis die Anlage schließlich im vergangenen Jahr für drei Millionen Euro, muss darauf aber gut 400 000 Euro Steuern entrichten.
Gebaut wurde das Landschulheim Anfang der 1950er-Jahre. Bis zur großen Gebietsreform 1972/73 gehörte es dem damals eigenständigen Landkreis  Münden und bekam schnell den Beinamen „Mündens Perle an der Ostsee“. Zunächst gab es in dem „Jugenderholungslager und Landschulheim“ nur ein zentrales Gebäude – geschlafen wurde in Zelten. Erst Anfang der 1960er-Jahre entstanden die weiteren festen Anbauten – die nun auch abgerissen werden.
Quelle: Göttinger Tageblatt, 27.4.2014